Zur Übersicht: Amt für angewandte Projektvernunft

Amt für angewandte Projektvernunft · Kapitel 12 von 12

Ein ehrlicher Blick auf Ihr nächstes Vorhaben

Kein Test, der ein Urteil fällt, sondern ein Denkwerkzeug, mit dem Sie selbst erkennen, was trägt, was noch besser werden kann und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Sie haben bis hierher alles Wesentliche gelesen. Jetzt geht es nicht darum, dass wir Ihnen sagen, wo Sie stehen. Das können wir aus der Ferne gar nicht, und wir halten nichts davon, so zu tun. Stattdessen geben wir Ihnen ein einfaches Denkwerkzeug in die Hand, mit dem Sie sich selbst ein Bild machen, allein oder mit Ihren Leuten. Interessanterweise bildet dieses Werkzeug genau das nach, was eine gute Unternehmensberatung tut, ohne dass wir es so konstruiert hätten; es hat sich aus der Sache ergeben.

Es besteht aus zwei Blickrichtungen. Aus ihnen ergibt sich alles Weitere fast von selbst.

Erster Blick: Was ist, und was ist gut daran?

Schauen Sie zuerst auf das Bestehende, und zwar wertschätzend, bevor Sie irgendein Problem benennen. Vier Fragen führen Sie:

  1. Was läuft bei uns im Umgang mit dem Neuen gut und soll unbedingt bewahrt werden? Welche Menschen und Gewohnheiten tragen uns, ohne dass wir es oft genug würdigen?
  2. Was ist bereits gut und hätte das Zeug, sehr gut zu werden, wenn wir es ein wenig stärken?
  3. Was ist schwach und verdient gezielte Stärkung, ohne dass wir es geringschätzen?
  4. Was ist wirklich hinderlich und darf gehen, oder was fehlt ganz und muss ergänzt werden?

Dieser erste Blick leistet zweierlei. Er verschafft Ihnen eine ehrliche Ist-Aufnahme Ihrer Lage. Und weil er beim Guten beginnt, sorgt er dafür, dass Sie über Potenzial sprechen können, ohne vorher ein Defizit konstruieren zu müssen. Nach diesem Blick kennen Sie Ihre heutige Situation und sehen besser, wo zusätzliche Hebelwirkung möglich ist.

Zweiter Blick: Wie sähe es aus, wenn alles gut wäre?

Stellen Sie sich nun vor, all die Schwierigkeiten wären gelöst. Wie würde sich Ihr Umgang mit dem Neuen anfühlen, wie sähe ein ganz normaler Arbeitstag aus, wenn es richtig gut liefe? Die Frage ist stärker, als sie klingt. Denn aus Ihrer Antwort entsteht Ihr Zielbild, und zwar Ihr eigenes, nicht eines, das wir Ihnen vorgeben. Sie beschreiben nicht, was fehlt, sondern wie der gute Zustand aussieht, den Sie erreichen wollen.

Was Sie damit in der Hand haben

Jetzt ist das Bemerkenswerte geschehen, fast ohne dass Sie es gemerkt haben. Aus dem ersten Blick haben Sie Ihre Ist-Situation. Aus dem zweiten Ihr Zielbild. Die Differenz zwischen beiden zeigt nicht nur Lücken, sondern auch Potenzial. Und weil Sie beides haben, können Sie selbst einen groben Plan auf hoher Flughöhe ableiten und priorisieren, was zuerst und was danach sinnvoll ist.

Mehr braucht es zunächst nicht. Nehmen Sie sich eine ruhige Stunde, gehen Sie die beiden Blicke ehrlich durch, allein oder mit den Menschen, auf die es ankommt. Danach wissen Sie, was bereits trägt, wo noch mehr möglich ist und ob überhaupt zusätzliche Unterstützung sinnvoll wäre.

Wenn zusätzliche Begleitung einen echten Unterschied machen kann, entscheiden Sie bewusst, wie Sie weitergehen: aus eigener Kraft, mit uns oder mit einem anderen Spezialisten.

Gute Beratung muss nicht automatisch zu mehr Beratung führen.
Eine umsetzungsfähige Organisation ist nicht die, in der eine Person alles zusammenhält. Es ist die, in der niemand mehr alles zusammenhalten muss.
Orientierungsgespräch vereinbaren

Ein erstes Gespräch dient dem Kennenlernen und der Orientierung. Es ist kein kostenloser Check und keine Analyse Ihrer Organisation. Wenn eine Situation zuerst geklärt werden muss, ist diese Klärung eine vollwertige, bezahlte Leistung.